Leiden Sie unter schmerzenden, kribbelnden Beinen oder anderen Symptomen des venösen Blutstaus? Wünschen Sie Beratung? Unsere Venen-Aktion im September bietet auch wieder einen Check.
„Der Mensch besteht aus Knochen, Fleisch, Blut, Speichel, Zellen und Eitelkeit.“ Kurt Tucholsky (1890-1935)
Der Schriftsteller Kurz Tucholsky formulierte diesen schönen Satz natürlich nicht ohne ein Augenzwinkern. Wir picken uns das Wort „Blut“ heraus und betrachten dessen Rückfluss im menschlichen Kreislauf. Es geht um eine ernstzunehmende Angelegenheit, die vor allem ältere Menschen in der warmen Jahreszeit betrifft: Venenschwäche.
Für viele ist der Sommer die schönste Jahreszeit, doch Hitzewellen wie etwa Ende Juni, wo selbst nachts die Temperaturen nahe 30 °C lagen, fordern und stressen uns ganz besonders. Wenn die Temperaturen steigen, leiden Menschen mit schwachen Venen besonders unter den Symptomen des venösen Blutstaus. Venenschwäche ist eine Volkskrankheit, von der Frauen wie Männer betroffen sein können. Vielen ist dies nicht bewusst. Bei Schmerzen, Juckreiz und geschwollenen Beinen empfiehlt sich ein Funktionstest bei uns. Während der Messwoche ermitteln wir, wie belastet Ihre Venen sind, und haben viele wichtige Tipps für Sie parat.
Manche Lebensregel hat Jahrtausende überdauert
Ein paar Tipps möchten wir Ihnen vorab geben, beginnend mit einem weiteren Zitat. Der griechische Arzt und Lehrer Hippokrates (gest. um 370 v. Chr.) sagte: „Wenn wir jedem Individuum das richtige Maß an Nahrung und Bewegung zukommen lassen könnten, hätten wir den sichersten Weg zur Gesundheit gefunden.“ Sie sehen: Manche Grundregel gesunder Lebensweise ist Jahrtausende alt. Heute müssen wir beide Dinge, die Hippokrates anführt, kritisch unter die Lupe nehmen. Punkt eins: Durch den Überfluss und die Verlockungen beim Thema Essen, etwa durch Fast Food und andere sogenannte Convenience-Produkte (engl. convenience = Bequemlichkeit), sind wir mehr denn je versucht und gefährdet, uns ungesund zu ernähren.
Punkt zwei: Ebenso reich sind die Angebote, sich selbst kleinste körperliche Anstrengungen abnehmen zu lassen. Kein Supermarkt wird konzipiert ohne Parkplatz für Autos in nächster Nähe. Fahrradständer selten nicht selten weiter abseits. Fahrstühle hier und da sind praktisch, für manche existenziell. Aber ist es immer nötig und sinnvoll, sie zu nutzen?
Was mit Bewegung zu tun hat, ist auch für die Beine gut
Eine diagnostizierte oder auch nur vermutete Venenschwäche ist oft kein Urteil für den Rest des Lebens. Es wäre falsch, den Kopf hängen zu lassen. Wie wäre es mal mit einer kleinen Einheit Treppensteigen? Nahezu alles, was mit Bewegung zu tun hat, ist für Ihre Beine gut. Körperliche Bewegung lässt sich (fast) immer in den Alltag integrieren. Wer lange sitzt oder steht, sollte öfter mal umhergehen. Zum Beispiel beim Telefonieren. Das regt zugleich den Geist an.
Ins Gewicht fällt Ihr Gewicht! Je mehr Ihre Beine zu tragen haben, umso mehr werden sie gesundheitlich belastet. Machen Sie es Ihren Beinen sprichwörtlich leichter und versuchen Sie, unnötige Pfunde loszuwerden!
Trinken Sie über den Tag hinweg ausreichend! Nach einer Faustregel beträgt die richtige Menge 30 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht. An sehr heißen Sommertagen sollten es besser 50 Milliliter sein. Achten Sie darauf, dass die Getränke nicht zu viel Kochsalz (Natriumchlorid) enthalten.
Ernähren sie sich gesund und faserreich! Chronische Verstopfung sollte bekämpft und Ihr Stuhlgang durch ballaststoffreiche Kost reguliert werden. Denn starkes Pressen beim Stuhlgang kann die Gefäße schädigen und Krampfadern befördern.
Gesundes Schuhwerk und Wechselduschen nach Sebastian Kneipp
Schließlich empfehlen wir, flaches und bequemes Schuhwerk zu tragen. Machen Sie sich gern schick für einen Konzertbesuch, meiden Sie jedoch spitze Schuhe mit hochhackigen Absätzen im Alltag. Als beste Lösung erweisen sich ein leicht erhöhter Absatz und eine gute Fußbetteinlage. Barfußlaufen ist gesund, sofern keine arterielle Verschlusskrankheit der Beine oder ein Diabetes vorliegt. Wechselduschen nach Sebastian Kneipp tun ihr Übriges, den Kreislauf inklusive Ihrer Venen in Schwung zu halten. „Kneippen“ lässt es sich auch gut zu Hause. Und wie? – Fragen Sie uns gern!