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Unser Naturheilkunde-Ratgeber für den Juni

 

Wichtiges zur Venengesundheit

Venen transportieren das Blut zurück zum Herzen und führen dabei 85 Prozent des Blutvolumens. Besonders in der warmen Jahreszeit leiden Menschen mit schwachen oder geschwächten Venen unter den Symptomen des venösen Blutstaus. Schmerzen, Juckreiz und geschwollene Beine sind die typischen Anzeichen einer Venenschwäche. 17 Prozent aller Deutschen sind davon betroffen.

Foto © Roberto Ferrari/Wikimedia

Foto © Roberto Ferrari/Wikimedia

Was sind die Risiken?
Frauen leiden bevorzugt unter Venenschwäche. Sie kann zudem als erblich bedingte Bindegewebsschwäche häufiger auftreten. Neben diesen nicht änderbaren Faktoren gibt es solche, die durchaus beeinflussbar sind. Zu hohes Gewicht und zu wenig Bewegung sind der Venengesundheit abträglich. Stehen und Sitzen sind ungünstig. Unter den Körperhaltungen in Ruhe ist das Liegen aus Sicht der Venen die gesündeste. Noch besser aber ist Bewegung.

Aktiv bei Venenerkrankungen
Der Arzt allein kann es nicht richten. Für einen optimalen Behandlungserfolg bei Venenerkrankungen muss der Patient selbst aktiv werden. Nahezu alle Bewegungen tun auch den Beinen gut: Spazierengehen, Radfahren, Schwimmen, Wandern. Wo sich langes Stehen und Sitzen nicht vermeiden lässt – und dies ist im modernen Arbeitsalltag leider die Regel –, sollte man immer mal aufstehen und umhergehen.

Körpermasse fällt sprichwörtlich ins Gewicht! Je mehr davon auf den Beinen lastet, umso mehr Stress bekommen die Beinvenen. Daher ist es geboten, überflüssige Pfunde loszuwerden.

Richtige Ernährung
Mindestens zwei Liter Flüssigkeit, an heißen Sommertagen eher drei Liter braucht der Körper. Die Getränke sollen nicht zu viel Natrium enthalten. Das Essen sollte nicht mehr als die tatsächlich benötigte Energie enthalten. Faser- beziehungsweise ballaststoffreiche Kost ist dringend zu empfehlen. Dazu zählen naturbelassene Lebensmittel, frisches Obst, Gemüse und Salat. Tierische Fette und rotes Muskelfleisch gehören nicht dazu.

Füße und Beine gut behandeln
Flaches und bequemes Schuhwerk mit leicht erhöhtem Absatz und anatomischem Fußbett tut dem Körper gut – im Gegensatz zu spitzen Schuhen mit hochhackigen Absätzen. Barfußlaufen ist gesund, sofern nicht andere Krankheiten dagegen sprechen.

Kalte oder Wechselduschen sind eine Wohltat für die Beine. Ebenso tut Kneipp’sches Wassertreten den Venen gut. Tagsüber und am Abend sollte Zeit bleiben, die Beine hochzulegen. So wird der Rückfluss des Blutes gefördert.

Natürliche Hilfe verschafft Linderung
Lavendel-Zypressen-Öl beruhigt, fördert die Durchblutung und stabilisiert die Blutgefäße. Die Beine sollten morgens und abends herzwärts eingerieben werden. Bei venösen Stauungen und Krampfadern können auch die homöopathischen Mittel Hamamelis D6 oder Aesculus D6 helfen. Bei Bindegewebsschwäche haben sich diverse Schüßler-Salze bewährt, zum Beispiel Nr. 1 Calcium fluoratum D12 und Nr. 11 Silicea D12. Kompressionsstrümpfe sind je nach Schweregrad der Beschwerden unerlässlich. Das Image der alten „Oma-Strümpfe“ haben sie abgelegt – es gibt sie sehr modern in vielen Farben und vielen verschiedenen Qualitäten.
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