Heute ist Mittwoch, der 22.11.2017 |

Apotheke am Blauen Wunder

Apotheke Leuben



Unser Naturheilkunde-Ratgeber für den November

 

Frauenmittel gegen Frauenleiden

Beschwerden im Zusammenhang mit der Menstruation zählen zu den sogenannten Frauenleiden. 30 bis 50 Prozent der Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter haben Monat für Monat Schmerzen, wenn sie ihre Regel bekommen. Bei etwa jeder sechsten Frau verschlimmern sich diese Beschwerden bis zu starken Krämpfen im Bauch, Unterleib und Beckenbereich. Mitunter treten Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen sowie Rückenschmerzen hinzu, die bis in die Oberschenkel ausstrahlen können.

Foto © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Foto © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Dysmenorrhö – so heißt der medizinische Fachbegriff für Menstruationskrämpfe. Ärzte unterscheiden dabei zwischen primärer und sekundärer Dysmenorrhö. Primäre Regelschmerzen, von denen vor allem junge, noch kinderlose Frauen betroffen sind, beginnen üblicherweise kurz vor der Monatsblutung und können mehrere Tage andauern. Die sekundäre Dysmenorrhö tritt meist erst in einer späteren Lebensphase auf. Diese Schmerzen werden auch als ‚erworbene Regelschmerzen’ bezeichnet und etwa durch organische Erkrankungen wie Myome oder eine Zyste ausgelöst.

Homöopathie kann helfen
Die Homöopathie behandelt nicht nur körperliche Beschwerden, sondern hilft zudem unserer Psyche, wieder ins Gleichgewicht zu finden. Einer der Gründe, warum gerade Frauen diese alternative Heilmethode für sich entdecken: Auch gegen Regelschmerzen können homöopathische ‚Frauenmittel’ helfen, beispielsweise Pulsatilla, Sepia, Lachesis oder Cimicifuga. Die Wirkung ist individuell sehr unterschiedlich. Es hängt von Ihrem Typ mit ab, welches Mittel auf Sie passt und ihre inneren Kräfte aktiviert.

Pulsatilla – Keine Periode gleicht der anderen – einmal ist sie stärker, dann schwächer, hier schmerzhafter, da bleibt sie fast beschwerdefrei. Menstruation scheint ‚launisch’, ist mit Ihren wechselnden Stimmungen vergleichbar – und mit diesen verbunden. Wärme und fettes Essen am Abend führen zur Verschlimmerung. Besser wird es, wenn Sie getröstet werden oder sich im Freien, an frische Luft bewegen.

Sepia – Nach der Schwangerschaft oder nach Absetzen der Pille kann die Periode ausbleiben. Anstelle dessen kann es gerade bei jungen Frauen zum Ausfluss kommen – eine auch psychisch belastende Situation. Sex wie auch Kälte verschlimmern das Problem – Bewegung wie Tanzen und körperliche Anstrengung an frische Luft lindern es.

Lachesis – Die Blutung bleibt aus oder kommt verspätet. Sie fühlen sich dadurch emotional extrem angespannt, reagieren nicht selten heftig. Schlaf kann das Problem verstärken (Sie „schlafen in die Verschlimmerung hinein“), Wärme ebenfalls. Das Einsetzen der Blutung hat etwas Erlösendes und das Befinden bessert sich deutlich – erst Recht unter dem Einfluss von frischer Luft.

Cimicifuga – Die Periode setzt unregelmäßig und oft zu früh ein. Schmerzen schießen wehenartig und wie Stromstöße – häufig bis ins Kreuz – und nehmen im Verlaufe der Menstruation zu. Kälte und Aufregung machen sie schlimmer. Lokale Wärme, etwa durch Auflegen einer Wärmflasche, eines Kirschkernkissens oder Ähnlichem lassen die Schmerzen zurückgehen.

Erfolg mit Schüßler Salzen
Auch Schüßler Salze werden bei Frauenleiden mit viel Erfolg eingesetzt. Bei krampfartigen Schmerzen verschaffen die Salze Nr. 2 Calcium phosphoricum und die Nr. 7 Magnesium phosphoricum Linderung. Treten Übelkeit und Schwindel auf, sollte Nr. 11 Silicea zusätzlich eingenommen werden, währen bei Migräne Schüßler Salz Nr. 8 Natrium chloratum geboten ist.

Hilfreich sind, je Art der Beschwerden, zudem Tees – Mönchspfeffer, Frauenmantel, Kamille und Melisse – sowie ein Kirschkernkissen oder eine Wärmflasche.

Fragen Sie uns!
Weitere aktuelle Tipps